Pilot Richardkiez

Mehr Kiez für Rixdorf

Mehr Kiez für Rixdorf
Das Pilotprojekt ist erwachsen geworden: Die Anwohner*inneninitiative “Mehr Kiez für Rixdorf”, die sich im Sommer gegründet hat, hat ihre Arbeit aufgenommen, um Alt-Rixdorf vom Durchgangsverkehr zu entlasten und für lebendige Plätze für alle zu kämpfen. Dazu wurde ein Antrag beim QM Richardplatz Süd eingereicht und eine Unterstützung aus dem Aktionsfonds ist zugesagt, es wurde ein Kiezrundgang mit der Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey durchgeführt und ein erstes Konzept zur Verkehrsberuhigung entwickelt. Die Initiative sucht noch weitere Aktive – wen es interessiert, bitte bei info@mehr-kiez-rixdorf.de melden oder informieren unter mehr-kiez-rixdorf.de


Ein offener Brief für einen Fahrrad- und Fußgängerfreundlichen, das heisst verkehrsberuhigten Richardkiez wurde an die Politik versendet. Dieser wurde vom Quartiersrat und dem Netzwerk Fahrradfreundlichen Neukölln unterstützt. Bisher hat nur die Grüne Fraktion in der Neuköllner BVV eine offizielle Antwort geschickt, in der sie sich positiv zu den Forderungen äußern. Weitere Unterstützer einer Verkehrsberuhigung im Richardkiez sind:

Die Bürgerinitiative für die Verkehrsberuhigung der Braunschweiger Straße

  • das Café Dritter Raum in der Hetzbergstraße
  • der Haarnomade in der Hertzbergstraße
  • die Löwenzahn-Grundschule am Droryplatz
  • die Neon Energieökonomik GmbH am Karl-Marx-Platz
  • das Grüne Bürger*innenbüro in der Wipperstraße
  • das Interkulturelle Theaterzentrum Berlin ITZ am Esperantoplatz
  • der Veganladen Dr. Pogo an der Rixdorfer Schnalle
  • die Weinhandlung Balera am Karl-Marx-Platz
  • die Kita Großstadtzwerge in der Braunschweiger Straße
  • das Innenarchitekturbüro Badkultur Berlin in der Braunschweiger Straße
  • Anja Kofbinger, MdA, DIE GRÜNEN
  • Joschka Langenbrinck, MdA, SPD
  • Steffen Burger, BVV Neukölln, Piratenfraktion / DIE LINKE
  • Nicola Böcker-Giannini, BVV Neukölln, SPD
  • Ruben Lehnert, Kandidat zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 3, DIE LINKE
  • Georg Kössler, Kandidat zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 3, DIE GRÜNEN
  • Irmgard Wurdack, Kandidatin zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 2, DIE LINKE
  • Thomas de Vachroi, Kandidat zur Abgeordnetenhauswahl im Wahlkreis 3, CDU

und zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner


Modellprojekt Fahrradfreundliches Rixdorf

Wir haben basierend auf die gemeinsam mit unseren Mitgliedern aus dem Richardkiez identifizierten Problemstellen eine Projektskizze für ein fahrradfreundliches Rixdorf entwickelt. Diese Skizze haben wir im Neuköllner Verkehrsausschuss am 2. März 2016 vorgestellt. Hintergrund war ein BVV-Beschluss, dass der Bezirk sich um Gelder beim Programm Radverkehr im Klimaschutz des BMUB bewerben solle. Aufgrund der ablehnenden Haltung des Verkehrsstadtrats (“Personalmangel”) wird die Bewerbung leider nicht erfolgen. Auch wenn es nun keine Bundesmittel dafür geben wird, möchten wir die in der Skizze formulierten Maßnahmen nach wie vor umsetzen und suchen dafür Mitstreiter*innen, die sowohl konzeptionell als auch politisch für ein fahrradfreundliches Rixdorf arbeiten möchten.

Die gekürzte Fassung der Präsentation findet sich hier.


Pilotprojekt RICHARDKIEZ

Am 15.12. trafen sich im Pilotgebiet um den Richardplatz fast 20 Netzwerkmitglieder, Aktive und Interessierte, um darüber zu beraten, wie der Richardkiez und die angrenzenden Gebiete fahrradfreundlicher gestaltet werden können. Neben einigen grundsätzlichen Fragestellungen wurde die Arbeit des Netzwerkes hier konkret. Die Bedürfnisse unserer Netzwerkmitglieder konnten auf einer Karte eingetragen und auch gleich mögliche Lösungen diskutiert werden. Heraus kam eine erste – noch unvollständige – Liste von Hotspots im Richardkiez, die einer Steigerung der Fahrradfreundlichkeit und Lebensqualität im Wege stehen. Während einige dieser Punkte ganz Neukölln betreffen oder wahrscheinlich zur Verbesserung noch umfangreicher Planungen bedürfen, könnten andere schnell und unbürokratisch in die Tat umgesetzt werden. Die Problemstellen wurden so von allen Mitgliedern und Aktiven identifiziert und die Dringlichkeit bestätigt. Der Ball liegt hiermit im Feld der lokalen Politik und Verwaltung. Wir werden an jedem einzelnen dieser Punkte dran bleiben. Dort wo es schon Planungsprozesse gibt, werden wir aktiv mitgestalten und dort, wo der Bezirk noch auf sich warten lässt, weiter den Finger in die Wunde legen und Lösungsvorschläge entwickeln und diskutieren.

Danke an alle, die da waren, mitgeholfen und sich eingebracht haben, und an unseren Gastgeber Ismael vom Netzwerkmitglied „Das KAPiTAL“.

Die Liste der identifizierten hot spots kann hier abgerufen werden.

http://fahrradfreundliches-neukoelln.de/wp-content/uploads/2015/12/Hotspots-im-Richardkiez.pdf

Informationen zu Problemstellen im Richardkiez, die wir übersehen haben, oder anderswo in Neukölln nehmen wir jederzeit unter netzwerk@fahrradfreundliches-neukoelln.de entgegen.


Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln im Richardkiez sucht Netzwerkmitglieder

Ob Schule, Kita, Träger, Initiative, Betrieb oder Einzelperson – alle, die sich eine Verbesserung im Bereich Fahrradinfrastruktur im Richardkiez wünschen, sind im Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln willkommen. Die Mitgliedschaft ist kostenlos, frei von Verpflichtungen, aber bietet ein Sprachrohr für verkehrliche Forderungen an die Politik und die Möglichkeit mit anderen Mitgliedern bei einem Netzwerkfrühstück ins Gespräch zu kommen. Anmeldungen werden ab sofort hier entgegen genommen.

Was ist das Netzwerk?

Das Netzwerk ist ein Verbund von Unternehmen, Einrichtungen, Initiativen und Einzelpersonen, die sich gemeinsam für eine effektive Verbesserung der Fahrradinfrastruktur in Neukölln, speziell im Richardkiez, einsetzen. Gemeinsam mit den Netzwerkmitgliedern wollen wir konkrete Forderungen für eine verbesserte Infrastruktur für Fahrradfahrer_innen im Richardkiez entwickeln, zum Beispiel am Karl-Marx-Platz, am Böhmischen Platz oder auf der Braunschweiger Straße. Das betrifft sichere Wege sowie Abstellmöglichkeiten und eine gute Beschilderung.

Was muss ich als Mitglied tun?

Als Mitglied hast du die Möglichkeit, dich mit Menschen und Institutionen mit gleichartigen Bedürfnissen auszutauschen und diese gemeinsam zu kommunizieren, bei Aktionen mitzuwirken oder eigene Ideen einzubringen. Du kannst dich mit deinen eigenen Ressourcen einbringen oder die von uns bereitgestellten Infomaterialien einfach in deinem Umfeld weitergeben.

Warum sollte ich mir einen fahrradfreundlichen Richardkiez wünschen?

… als Schule oder Kindertagesstätte?

Sichere Wege zur Schule und Kita sind Voraussetzungen für Eltern, ihr Kind mit dem Fahrrad oder zu Fuß zu bringen oder gar alleine loszuschicken. Studien zeigen: Kinder, die mit dem Fahrrad fahren, sind gesünder und sie lernen ihren Kiez besser kennen.

… als Einzelhändler*in/Gastronomiebetrieb?

Umweltfreundlicher Verkehr erhöht die Aufenthaltsqualität auf den Straßen. Viele Geschäfte und Gastronomiebetriebe werden mit dem Rad angefahren. Für diese Kunden ist die Erreichbarkeit mit dem Rad ein Standortkriterium.

… als Arbeitgeber*in?

Arbeitnehmer*innen nehmen zunehmend das Rad zur Arbeit. Daher ist ein sicherer, schneller und angenehmer Anreiseweg im Interesse des Unternehmens.

… als Anwohner*in?

Je mehr Menschen auf das Rad umsteigen, desto entspannter wird die Situation auf der Straße. Viele Einwohner_innen bewegen sich gerade in den Kiezen mit dem Rad und zu Fuß fort. Das sollte auch für Ältere, Ungeübte und Kinder sicher möglich sein.

Noch Fragen?

Dann melde dich direkt unter netzwerk@fahrradfreundliches-neukoelln.de

Kiezbeauftragte Saskia Ellenbeck und Denis Petri

 

Gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland und das Land Berlin im Rahmen der Zukunftsinitiative Stadtteil, Teilprogramm Soziale Stadt.

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