Feinstaub & Co

Unser Projekt steht zur Abstimmung bei Quartiermeister

Quartiermeister – das Bier für den Kiez – fördert soziale Projekte. Wir haben uns beworben und sind nun eines von vier Projekten, von denen zwei eine Finanzspritze von tausend Euro erhalten. Wir wollen medial an BVG-Haltestellen über Feinstaub aufklären, demonstrieren, sensibilisieren, unser Feinstaub-Tool weiterentwickeln – kurz: das Unsichtbare sichtbar machen. Dafür brauchen wir Geld. Hier kannst du für uns abstimmen.


Launch des Feinstaub-Warnsystems

Smogalarm.org

Das Warnsystem heißt jetzt Smogalarm.org
Die starke Luftverschmutzung im Bezirk ist eines unserer wichtigsten Themen. Bereits zweimal haben wir mit Demonstrationen darauf hingewiesen, dass die Grenzwerte immer wieder überschritten werden. Tagesaktuelle Messwerte der nächstgelegenen Luftmessstation bietet unser neues Onlinetool NSFW (Neuköllner Stickoxid- und Feinstaub-Warnsystem). Per E-Mail weist das System registrierte Nutzer*innen auf Grenzwertüberschreitungen der gewählten Messstation hin – nicht nur in Neukölln, sondern in ganz Deutschland.

In den Herbst- und Wintermonaten ist die Schadstoffbelastung besonders hoch. Allein im Oktober wurden die Grenzwerte an der Messstation Karl-Marx-Straße 76 drei Mal überschritten. Weil die Politik nichts dagegen unternimmt, werden wir unseren Protest bei der nächsten Grenzwertüberschreitung erneut vor das Rathaus tragen. Wir werden kurzfristig dazu aufrufen.

Registriert euch jetzt unter Smogalarm.org / Register for Smogalarm.org

Oder nimm Kontakt mit Smogalarm via Facebook auf.

Warum soll mich das interessieren und was macht Feinstaub? Lade dir gern unser Plakat runter.

Feinstaub-Infografik


Feinstaub – die Zweite am 3. Juni 2016

Trotz des endlich angekommenen Sommers haben sich viele Neuköllner am Freitag Abend des 3. Juni 2016 Luft gemacht, um auf das Thema Feinstaub hinzuweisen. Neukölln, dabei speziell das Gebiet zwischen Hermannplatz und Rathaus Neukölln, hat dauerhaft erhöhte Feinstaubwerte, die in erster Linie dem Durchgangsverkehr zuzurechnen sind. Trotz des ernsten Themas war die Veranstaltung auch sehr humorig, unter anderem durch die Teilnahme des Teams von EUAQDEM (EU Air Quality Directive Enforcement Mission). Sie begleiteten die Aktion mit Feinstaubsaugern gemäß ihrem Motto: We Filter Feinstaub for Freedom!


Ende Januar war es soweit: mit Atemschutz-Masken, die auch an Passanten verteilt wurden, weißen Maleranzügen, Schildern, Flyern, einem Transpi, zahlreichen Unterstützern und Aktivisten haben wir auf die regelmäßigen Grenzwertüberschreitungen von Feinstaub und Stickstoffdioxiden beim Rathaus Neukölln aufmerksam gemacht.

Unter dem Motto „Husten, wir haben ein Problem!“ haben wir an Politik und Verwaltung appelliert, die geltenden Gesetze einzuhalten, um dadurch Asthma-Reize für Berliner und Berlinerinnen zu senken und drohende Strafzahlungen zu verhindern.

Wir freuen uns, dass rund 80 Teilnehmer*innen dem gemeinsamen Aufruf von unserem Netzwerk und der Initiative Clevere Städte, mit Unterstützung der Grünen Liga Berlin e.V., dem VCD Nordost und den NaturFreunden e.V. Berlin gefolgt sind.

Illustrative Unterstützung hat die Sache auch durch die Jungs und Mädels von  “Cargo Bike Fans Berlin” bekommen, die mit ihrem, an Ghostbusters angelehnten Auftritt den Feinstaub mit Staubsaugern einsaugten. Mit den Sauger-Rüsseln voran fuhren sie den Feinstaubemittenten demonstrativ hinterher.

Die Stimmung war ausgelassen und zielorientiert. Dadurch konnten wir auch gar die Autofahrer in unseren Bann ziehen und sie davon überzeugen unsere Botschaften an ihre PKWs zu heften mit Sprüchen wie “Abgase töten, Feinstaub reizt die Schleimhäute, führt zu Husten, verschlimmert Asthma und kann Krebs verursachen”. Schilder wie “Feinripp statt Feinstaub” erfuhren auch große Beliebtheit.

(credits to: Kristoffer Schwetje)

Der Demozug ging einmal um das Rathaus mit kurzem Stopp vor dem Messgerät der Karl-Marx-Straße (Ecke Karl-Marx-Straße /Flughafenstr. vor der Commerzbank). “Achtung, Achtung, hier kommt der Feinstaubalarm” war eine der Parolen die von den Aktivisten angestoßen und mit anschließendem Röcheln begleitet wurde.

Auch der Berliner Rundfunk im Radio und zahlreiche weitere Presservertreter*innen waren vor Ort.


Feinstaub ist gesundheitsgefährdend. 25.000 Menschen pro Jahr in Deutschland sterben an den Folgen von Feinstaub. Stickstoffdioxide und Feinstaub verursachen Lungenkrebs, Husten und andere Atemwegserkrankungen! Tempo 30 Zonen, Parkraumbewirtschaftung und Fahrradwege an den Hauptmagistralen mindern den Autoverkehr und gesundheitsschädliche Abgase und bieten mehr Platz für das umwelt- und gesundheitsfördernde Rad. Die Ziele des Netzwerks können hier noch einmal umfassend nachgelesen werden.

Die Demonstration hat uns viel Spaß bereitet, wir bedanken uns bei all unseren begeisterten Unterstützer*innen und sind schon voller Vorfreude auf nächste Aktionen! We keep you posted!

Die Aktion wurde initiiert vom Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln und der Initiative Clevere Städte.

Weitere Informationen zur Thematik: