Radelnder Ausschuss und Fahr-Rat

Radelnd im Bezirk

Am 15. Juni 2017 fand der radelnde Tiefbau-Ausschuss statt – in zwei Stunden durch Neukölln mit kleinen Stopps u.a. auf der Boddinstraße (Kopfsteinpflaster, Einbahnstraße aber trotzdem Teil des Radroutennetzes), Herrfurthstraße, Oderstraße. und Thomasstraße.

Als Ergebnis sollen Alternativen für die Boddinstraße geprüft werden. Zudem soll untersucht werden, ob in der Oderstraße eine vorübergehende Maßnahme zur Entschärfung der Kurven möglich ist. Die Ampel an der Hermannstraße für die Überführung zu der Thomasstraße soll vorgesetzt werden. Dieser Prozess liegt jedoch nicht in den Händen des Bezirks sondern bei der Verkehrslenkung Berlin (VLB). Die Einfahrt in die Thomashöhe soll verbessert werden. Zudem durften wir an diesem Abend erfahren, dass die neu gegründete InfraVelo GmbH Standards für geschützte Fahrradparkanlagen (Parkhäuser u.Ä.) entwickeln wird und dass seit neustem sechs Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes in Neukölln mit einem Fahrrad ausgestattet wurden (Hinweis vor allem an alle auf dem Gehweg fahrenden Radfahrer*innen). Die Radtour hat wieder einmal verdeutlicht, dass noch sehr viel zu tun ist, sich nur ein Bruchteil der Anwesenden ständig mit dem Rad im Bezirk bewegt und Bedeutung wie Vorteile einer ganzheitlichen Radinfrastruktur weiterhin stetig kommuniziert werden müssen.

Zweiter Fahr-Rat: Unfallschwerpunkt Hermannstraße

In der Woche nach dem Ausschuss, kamen wir wieder zusammen, diesmal in der zweiten Sitzung des Fahr-Rats in dieser Legislaturperiode. Aufgrund des tödlichen Unfalls (Hermannstraße/Kienitzer Straße) in der Woche zuvor soll kurzfristig (durch Wegnahme eines weiteren Parkplatzes und Aufstellung von Pollern) mehr Sicherheit an der Unfallstelle geschaffen werden. Grundsätzlich begrüßen wir die Initiative von Bezirksbürgermeisterin Giffey kurzfristig eine Gefahrenstelle zu beseitigen. Leider trägt die vorgeschlagene Lösung im konkreten Fall wenig zur Erhöhung der Sicherheit in der Hermannstraße bei (siehe Stellungnahme). Mit dem Ansatz wird nur verhindert, dass sich der Unfall an exakt dieser Stelle auf gleiche Art wiederholt. Zudem wird damit die Problematik verschärft, dass Radfahrende sich an der Ampel rechts einordnen müssen, um sich nach dem Überfahren der Kreuzung wieder in den dichten Verkehr auf der Hermannstraße einzufädeln.

Langfristig soll die Hermannstraße komplett radverkehrssicher gemacht werden – eine entsprechende Vorplanung soll bald in Auftrag gegeben werden. Herr Jannermann, Leiter Radverkehr auf Senatsebene, sprach sich (immerhin) recht deutlich für einen Fahrstreifen auf der Hermannstraße aus.

Keine offiziellen Beschwerden zum Umbau der Pflügerstraße

Auch wenn viele Bürger*innen sich bei uns über die Umbauten auf der Pflügerstraße – wo die zukünftige Fahrradstraße durch neue Schrägparkplätze sehr verengt wurde – beschwert haben, gab es keine offizielle Beschwerde – weder bei Polizei noch bei dem Bezirk. Daher verliefen unsere Bemühungen die Situation zu verbessern im Sande. Schreibt zukünftig nicht nur an uns sondern auch an die Bezirksbürgermeisterin! (bzbm@bezirksamt-neukoelln.de)

Fahrradstraße Weserstraße kommt

Eine erfreuliche Nachricht dennoch zuletzt: Die Fahrradstraße in der Weserstraße ist angeordnet. Somit dürfen wir uns spätestens im August über die erste Fahrradstraße in Neukölln freuen – es wird eine offizielle Eröffnungsfeier geben – Einladung folgt! … das Weigandufer soll dann auch danach zeitnah folgen.

Beitragsbild: © Manfred Heyde
 

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