Petition – Parkraumbewirtschaftung für Nord-Neukölln

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Nord-Neukölln wird immer mehr zugeparkt. Fußgänger*innen kommen nicht mehr über Kreuzungen, es gibt immer mehr Zweite-Reihe-Parker*innen und Anwohner*innen, die auf das Auto angewiesen sind, finden keine Parkplätze mehr.

Daher fordern wir die Einführung von Anwohnerparken und Parkraumbewirtschaftung in Nord-Neukölln.
Anwohner*innen bekommen für 10€ im Jahr einen Parkausweis und der Bezirk kann Parkverstöße effektiver kontrollieren. Das nutzt allen Verkehrsteilnehmer*innen und trägt zur Verkehrssicherheit gerade auch von Kindern und älteren Menschen zu Fuß und auf dem Rad bei.

Hintergrund

Der Norden Neuköllns gehört zu den am dichtestens besiedelten Gegenden Deutschlands. Innerhalb des S-Bahn-Rings leben über 14.000 Einwohner/km2 und jedes Jahr kommen mehr Menschen dazu. Damit ist klar – öffentlicher Raum ist ein wertvolles Gut, mit dem sorgsam umgegangen werden muss. Zur Zeit besitzt kaum jeder 4. Einwohner im Norden Neuköllns einen privaten PKW – auf 1.000 Einwohner*innen kommen gerade 200 PKW (672/1000 Einwohner im deutschen Durchschnitt) – Neukölln geht also vornehmlich zu Fuß, fährt Fahrrad, Bus und Bahn!
Trotz dieser positiven Zahlen und der sehr guten ÖPNV Anbindung ist fast jede Straße beidseitig mit privaten PKW zugeparkt, die statistisch gesehen weniger als 1h pro Tag bewegt werden.

Das hat Folgen für die Neuköllnerinnern und Neuköllner und die Lebensqualität in den Kiezen:

  • Rücksichtslos abgestellte PKW behindern Sichtbeziehungen, blockieren Überwege und machen Radfahren und zu Fuß-Gehen im Kiez unsicher und unattraktiv
  • Es fehlt Platz u.a. für sichere Radwege, Fahrradbügel oder Lieferzonen
  • Parksuchverkehr führt zu Mehrbelastungen in Form von Lärm und Abgasen
  • Anwohner*innen die auf das eigene Auto angewiesen sind, haben Probleme einen Parkplatz zu finden
  • Wertvolle Orte wie der Richardplatz verkommen zu PKW-Abstellplätzen und verlieren ihren historischen Charme

Für ein sichereres und lebenswerteres Neukölln!

Wir möchten an die positiven Erfahrungen anderer Berliner Bezirke mit Parkraumbewirtschaftungszonen anknüpfen.

Wir fordern die Einführung einer Parkraumbewirtschaftungszone im gesamten Norden Neuköllns (innerer S-Bahn-Ring)!

Was kann Parkraumbewirtschaftung – Vorteile auf einen Blick (Quelle)

Öffentlicher Raum in dicht besiedelten Gebieten hat aus sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Sicht einen höheren Wert, wenn er für etwas anderes als kostenloses Parken genutzt wird. Wie viele andere knappe gemeinschaftliche Güter sollte dieser Raum durch Erhebung eines Preises bewirtschaftet werden. Die Forschung hat ergeben, dass beispielsweise eine Grünfläche den Wert einer Stadt stärker positiv beeinflusst als Parkplätze. Deshalb sollte generell kein öffentlicher Raum in den Stadtzentren für kostenloses Parken zur Verfügung gestellt werden.

  • Parkraummanagement schützt historische Städte in Europa vor dem „Tsunami“ geparkter Autos.
  • Parkraummanagement führt zu weniger Parksuchverkehr! – Anwohnende finden schneller eine Parkplatz.
  • Parkraummanagement vernichtet nicht traditionelle Geschäfte, es fördert die lokale Wirtschaft.
  • Gewöhnlich beschweren sich Betroffene, wenn ein neues Parkraummanagement eingeführt werden soll, doch der anfängliche Widerstand schlägt in Befürwortung um, wenn sie die Wirkung sehen.
  • Parkraummanagement trägt zur häufigeren Nutzung von Bus, Bahn und Fahrrad und damit zu höherer Lebensqualität bei.
  • Öffentlicher Raum hat einen hohen Wert und sollte deshalb bezahlt werden, wenn er zum Parken genutzt wird.
  • Parkraummanagement trägt zur Verkehrssicherheit bei – Striktes Vorgehen gegen weitere Parkverstöße wie z.B. Zweite Reihe Parker ist dadurch möglich und notwendig.
  • Im Rahmen von Parkraummanagement könnten Einnahmen zweckgebunden durch den Bezirk genutzt werden, um z.B. nachhaltige Mobilität und attraktive Plätze in Neukölln zu finanzieren.

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