Netzwerk gewinnt den Berliner Fahrradpreis 2017

Bereits zum zweiten Mal lobten BUNDjugend Berlin und die Fahrradbande den Berliner Fahrradpreis aus. Von Juni bis August konnten Vorschläge für besonders schlechte und für gut gelungene Berliner Radinfrastruktur eingereicht werden. Eine Expertenjury wählte aus den am häufigsten genannten die jeweiligen Sieger bzw. Verlierer aus. Die Verleihung fand am 25. August 2017 auf der Bühne des Veganen Sommerfests auf dem Alexanderplatz statt.

Berliner Fahrradpreis 2017

Erstmalig verliehen: Der Engagementpreis

Für den ausgelobten Publikumspreis konnten Personen und Gruppen nominiert werden, die durch besonderes Engagement für Radfahren in Berlin hervorstechen. Die meist genannten fünf wurden in einer Facebook-Abstimmung zur Wahl gestellt.

Wir sagen Danke!

In einer wunderbaren Laudatio von Berlin Bike Polo wurde unsere Arbeit für ein fahrradfreundliches Neukölln geehrt. „Dazu sind sie auf unterschiedlichen Ebenen aktiv: Sie sammeln Informationen und Bedürfnisse der Menschen im Kiez, entwickeln Lösungsideen, machen Kampagnen für einzelne, wichtige Vorhaben, führen Gespräche mit Politik, Verwaltung und Expert*innen, veranstalten kreative Aktionen und machen Öffentlichkeitsarbeit. Mit ihrem Einsatz für die Belange der Fahrradfahrer*innen ist das Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln Vorreiter und Vorbild für viele andere Stadtteilgruppen“, so die Begründung. Wir sagen Danke!

Goldene Klingel für Nord-Süd-Fahrradstraße

Die „Goldene Klingel“ zeichnet die Nord-Süd-Fahrradstraße durch den Park am Gleisdreieck aus. Rebecca Freitag von der FahrradBande ist von dem Streckenabschnitt begeistert: „Keine Autos, breite Fahrspur, top Straßenbelag – das ist Freude am Fahren. Des Weiteren sticht bei diesem Streckenabschnitt die Harmonie zwischen Fußgänger*innen, Skateboarder*innen, Jogger*innen und Fahrradfahrer*innen hervor.“

Rote Warnweste für die Kynaststraße

Die „Rote Warnweste“ geht in diesem Jahr an die Kynaststraße am Ostkreuz. Die Jury war sich einig, dass hier Fahrradfahrer*innen besonders gefährdet werden, da es auf der Brücke nur in eine Richtung einen Radweg gibt. Wer nach Süden über die Brücke radelt, muss die enge Straße nehmen. Da es am Anfang steil bergauf geht, werden viele Autofahrer*innen ungeduldig, drängeln und überholen knapp. Es gibt viele Gefahrstellen für Radfahrer*innen in Berlin, aber diese ist besonders ärgerlich, da die Straße erst vor sieben Jahren neu gebaut wurde, ohne dass die bekannte Problemstelle behoben wurde.

Beide Preise hat der Staatssekretär für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz Jens-Holger Kirchner entgegengenommen und versprach Denis Petri vom Volksentscheid Fahrrad, der die „Rote Warnweste“ übergab, dass sie eines Tages entspannt am Brunnen säßen und auf ein fahrradfreundliches Berlin schauen würden.

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Bilder: TASCONFILMS

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